WIE GEHT ES MEINEM FLEISCH? – BERICHT VON ANDREAS RAINER

Wie geht es meinem Fleisch?

 

Gelegentlich hört man mal wieder von einem Lebensmittelskandal oder von den Missständen in den Schlachthöfen, den katastrophalen Haltungsbedingung in Massenbetrieben und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Für sich hakt man es dann schnell als Einzelfälle ab und geht davon aus, dass unsere Kontrollorgane schon greifen werden.

Haben Sie sich aber schon ernsthaft gefragt, woher das Essen, das auf Ihrem Teller landet, kommt? Haben Sie bestimmt.

Haben Sie sich aber auch gefragt, welche Massen produziert werden, um unseren Fleischkonsum zu decken? Vielleicht haben Sie sich auch das gefragt.

Haben Sie aber schon mal tatsächlich nachverfolgt, woher das Fleisch auf Ihrem Teller stammt und unter welchen Bedingungen die Tiere aufgewachsen sind?

Dabei ist nicht gemeint, ob Sie die Herkunft auf der Rückseite der Verpackung gelesen haben oder davon ausgehen, dass der Metzger Ihres Vertrauens diese Verantwortung für Sie trägt.

Tatsächlich drücken sich die meisten Menschen vor der Verantwortung für das, was da geschieht, und bestätigen dadurch die Produzenten.

Sie akzeptieren dadurch, dass

|Mutterschweine am Boden fixiert werden, um zu gewährleisten, dass die Ferkel so schnell und so viel Nahrung wie möglich aufnehmen. Viele der Ferkel können gar nicht allein zurechtkommen, da sie die Hilfe und die Zuneigung der Mutter brauchen, und sterben somit jämmerlich. Falls sie das jedoch überleben, geht es weiter zur Mast, in der sie auf Stahlböden in beengten Ställen laufen und in ihrem Leben nie die Sonne oder den Mond sehen werden, bevor sie in Massenabfertigung zur Schlachterei gebracht werden, in der nachweislich 10 Prozent der Tiere durch fehlerhafte Betäubung am lebendigem Leib im kochend heißem Wasser gebrüht werden.

|Mutterkühe jedes Jahr ein Kalb, ihr Baby, gebären, das ihnen binnen kürzester Zeit entrissen wird, was für Kuh und Kalb ein Monate langes Trennungsmartyrium bedeutet – nur um die maximale Milchproduktion aufrecht zu erhalten.

|Geflügel gemästet wird, bis die Tiere nicht mehr laufen können, dadurch nicht mehr an die Tränke kommen und somit u.a. verdursten.

Es sind keine Einzelfälle von PETA o.ä. aufgedeckt, sondern nur ein paar Beispiele, wie unser Essen produziert wird.

Zusätzlich muss ein Drittel bis die Hälfte sterben, das heißt mindestens jedes dritte Tier, nur um später auf dem Müll zu landen.

Vor diesem Hintergrund wäre nach Angaben der Stiftung ‚Mästung und Tod‘ allein in Deutschland der Tod von umgerechnet 45 Millionen Hühnchen, vier Millionen Schweinen und 200.000 Rindern vermeidbar gewesen.

Wir haben keinen Bezug zu den Tieren, oft aus gutem Grund. Würden Sie Ihren Hund essen? Nein? Warum?

Wir akzeptieren aber, dass die Tiere, die wir essen, unter solchen Bedingungen gehalten werden und konsumieren dieses massenproduzierte Fleisch in Mengen, die unserem Körper schaden.

 

Es geht nicht darum, dass sich die ganze Welt nur noch vegan ernährt.

Es müssen Tiere sterben, um uns als Nahrung zu dienen oder leiden, um sie ausbeuten zu können. Um zu überleben brauchen wir das nicht mehr und früher auch nur in ganz geringem Maße.

Wir erkennen langsam, dass dies nicht der richtige Weg sein kann.

Es wird auch wieder mehr Wert auf Fleischqualität gelegt und das hängt unabdingbar mit den Haltungsbedingungen und der Ernährung zusammen.

Schauen Sie, von welchen Tieren das beste Fleisch der Welt stammt, wie diese gehalten werden und was sie fressen.

Genießen Sie Fleisch, wenn Sie es essen und fragen Sie sich, ob es nicht lieber ein besonderes, dieses aber nicht jeden Tag sein sollte.

Fragen Sie Ihren Metzger nach der Herkunft, wie die Tiere gehalten werden, wo sie geschlachtet werden… Wie soll er sonst wissen, dass Interesse besteht und die Kunden daran interessiert sind.

Klar ist gutes Fleisch oft auch etwas teurer – das ist der Diesel an der Tankstelle auch, aber laufen wir deshalb zu Arbeit oder tanken Frittierfett und riskieren dabei, dass der Motor kaputt geht?

Bei unserem Motor, unserem Körper, da gehen wir das Risiko ein. Zur Not gehen wir in die Werkstatt.

Es gibt Erzeuger, die Ihre Tiere lieben und mit sehr viel Respekt behandeln und das merkt man auch im Endprodukt.

Es erfordert etwas Aufwand, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, aber das sollte es uns wert sein! Die Wertschätzung, die Qualität und der Genuss sind nicht zu vergleichen!

 

Wir bei der manufaktur by BAIER sind davon überzeugt, dass man Qualität auch schmeckt.
Ausgezeichnete Qualität hat höchste Priorität bei uns!

Kommen Sie gerne vorbei und überzeugen Sie sich selbst.
Wir freuen uns auf Sie!

Andreas Rainer

Der Mann am Grill bei der manufaktur by BAIER

 

(Beitrag für die Zeitschrift „Leben auf den Land“, Febr. 2019)

2019-02-01T06:58:08+00:001. Februar 2019|Interessantes|
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